RE: My Solution – Abbreviated Middle High German
Thorsten > 31-05-2026, 06:37 AM
Most of the feedback so far has been about my decryption process. This is perfectly legitimate, and many of the comments were helpful. Accordingly, I will concentrate more on the comprehensibility of the method and the presentation of evidence in the near future. Furthermore, I will try to present the rules according to which the best-before date words were selected more transparently.
However, my actual question was aimed at another point:
Regardless of whether my translations are correct, do you think it is possible that the author could have written the manuscript in this way?
In concrete terms:
• with abbreviated word forms,
• by renouncing part of the grammar,
• with individual abbreviations,
• as a kind of personal notation or memorization style,
• with the aim of making the content difficult for third parties to understand, but still being able to read fluently.
That's a different question than, "Is my decryption correct?"
At this point, I am expressly interested in the plausibility of the writing method, not the evaluation of my previous word assignments. For if even that were called into question, I would no longer need to comment on the matter here.
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Die meisten bisherigen Rückmeldungen bezogen sich auf mein Entschlüsselungsverfahren. Das ist vollkommen legitim, und viele der Anmerkungen waren hilfreich. Entsprechend werde ich mich in der nächsten Zeit verstärkt auf die Nachvollziehbarkeit der Methode sowie die Beweisführung konzentrieren. Weiter werde ich versuchen die Regeln transparenter darzustellen, nach der die MHD-Wörter ausgewählt wurden.
Meine eigentliche Nachfrage zielte jedoch auf einen anderen Punkt ab:
Unabhängig davon, ob meine Übersetzungen korrekt sind – haltet ihr es grundsätzlich für möglich, dass der Verfasser das Manuskript auf diese Weise geschrieben haben könnte?
Also konkret:
• mit gekürzten Wortformen,
• unter Verzicht auf einen Teil der Grammatik,
• mit individuellen Abkürzungen,
• als eine Art persönlicher Notations- oder Merkstil,
• mit dem Ziel, den Inhalt für Dritte schwer verständlich zu machen, selbst aber weiterhin flüssig lesen zu können.
Das ist eine andere Frage als: „Ist meine Entschlüsselung richtig?“
Mich interessiert an dieser Stelle ausdrücklich die Plausibilität der Schreibmethode, nicht die Bewertung meiner bisherigen Wortzuordnungen. Denn wenn auch das in Frage gestellt werden würde, müsste ich mich hier nicht mehr dazu äußern.